Lokal Strom teilen: ZEV, vZEV & LEG – Ihre Optionen im Überblick

Stellen Sie sich vor: Ihre Solaranlage produziert mehr Strom, als Sie tagsüber verbrauchen und dieser Strom fliesst direkt zu Ihren Nachbarn, zu Ihrem Mehrfamilienhaus oder in Ihrer Gemeinde. Ohne Umweg übers Netz. Das ist kein Zukunftstraum, sondern Realität mit ZEV, vZEV und LEG.

Ihre Vorteile

  • Mehr Eigenverbrauch & bessere Nutzung Ihrer Solaranlage

  • Günstigerer Strom für alle Beteiligten

  • Regionale Wertschöpfung statt Stromexport

  • Faire Abrechnung dank intelligenter Steuerung & Messtechnik

Was bedeutet ZEV, vZEV und LEG?

Was ist ein ZEV?

ZEV für Mehrfamilienhaus

Ein ZEV (Zusammenschluss zum Eigenverbrauch) ermöglicht mehreren Parteien – z. B. Bewohner:innen eines Mehrfamilienhauses – die gemeinsame Nutzung einer Solaranlage. Der erzeugte Strom wird dort konsumiert, wo er entsteht, statt komplett ins Netz eingespeist zu werden. Der ZEV kann nur mit Gebäuden und Parteien gebildet werden, welche sich hinter demselben Netzanschlusspunkt befinden.

Voraussetzungen & Merkmale:

  • Gemeinsame Anschlussstruktur / Leitung

  • Smart Meter oder Privatzähler

  • Vertragliche Grundlagen: Beteiligung, Abrechnung, Rechte

Was ist ein vZEV?

Icon mit mehreren Häuser, die den Strom in einem vZEV teilen

Ein vZEV (virtueller Zusammenschluss zum Eigenverbrauch) verbindet mehrere Gebäude oder Parzellen über das öffentliche Netz – ohne eigene elektrische Verbindung. Möglich ist dies, wenn alle Teilnehmenden über die gleiche Verteilkabine angeschlossen sind. Während ZEV-Betreibende eine private Messinfrastruktur aufbauen müssen, übernimmt bei einem vZEV der Netzbetreibende die Messung und liefert alle notwendigen Messwerte an die vZEV-Betreibenden.

Voraussetzungen & Merkmale:

  • Keine separate physische Verbindung erforderlich

  • Nutzung des bestehenden Stromnetzes

  • Smart Meter des Verteilnetzbetreibers

  • Ideal für mehrere Liegenschaften oder Gewerbebauten in räumlicher Nähe

Was ist eine LEG (Lokale Elektrizitäts-Gemeinschaft)?

Icon eine kleine Stadt, die den Strom mit einem LEG teilt

Eine LEG ermöglicht es, Strom innerhalb einer Gemeinde oder eines Netzgebiets gemeinsam zu erzeugen, zu teilen und zu nutzen – unabhängig davon, ob die Teilnehmenden Produzenten, Konsumenten oder Speicherbetreiber sind.

Voraussetzungen & Merkmale:

  • Nutzung des öffentlichen Netzes mit rabattierter Netznutzung

  • Teilnahme von Produzenten, Verbraucher:innen und Speichern

  • Lokaler Stromhandel im gleichen Netzgebiet

  • Fördert Unabhängigkeit und regionale Wertschöpfung

Erfahren Sie, wie ein moderner Energieverbund aufgebaut wird und welche Rolle LEG- und Eigenverbrauchslösungen dabei spielen.

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Für wen lohnt sich welches Modell?

Ob einzelne Liegenschaft, mehrere Gebäude oder eine ganze Gemeinde: Mit ZEV, vZEV und LEG gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, Solarstrom gemeinsam zu nutzen. Welches Modell für Sie geeignet ist, hängt von den örtlichen Gegebenheiten und Ihren Bedürfnissen ab. Wir beraten Sie gerne bei der Wahl der passenden Lösung.

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  • Mehrfamilienhaus für ein ZEV, das sich den Strom unter allen Mietern teilt

    Einzelnen Liegenschaft

    ZEV senkt Kosten und macht Solarstrom für alle nutzbar.

  • Icon mit drei Häusern die sich mit einem vZev den Solarstrom teilen

    Mehrere Liegenschaften

    welche über die gleiche Verteilkabine angeschlossen sind. vZEV ermöglicht gemeinsame Nutzung über Grundstücksgrenzen hinweg.

  • Icon eine kleine Stadt, die den Strom mit einem LEG teilt in weiss

    Innerhalb einer Gemeinde

    Produzenten und Verbraucher innerhalb einer Gemeinde: LEG bietet die Chance, lokale Energiegemeinschaften aufzubauen und unabhängig vom Markt zu werden.

Wirtschaftlichkeit & Förderung

Eigenverbrauch ist fast immer wirtschaftlicher als Einspeisung ins Netz. Mit ZEV, vZEV oder LEG profitieren Sie von:

  • Reduzierten Stromkosten für alle Beteiligten

  • Mehr Unabhängigkeit von steigenden Strompreisen

  • Je grösser die Gemeinschaft, desto mehr lohnt sich die Investition.

Ein Dach mit Solarpanels
Grafisches Bild mit einer Umsetzung einer kleinen Stadt. Die Häuser teilen sich den Strom mit einem ZEV, vZev oder LEG

Technik & Umsetzung

Für einen effizienten Betrieb ist eine moderne technische Infrastruktur hilfreich. Ein Energiemanagement-System (EMS) kann dabei unterstützen, den erzeugten Solarstrom optimal zu verteilen und den Eigenverbrauch zu steigern – ist aber kein Muss. Auch ohne EMS lassen sich ZEV-, vZEV- oder LEG-Modelle umsetzen.

Ergänzt wird das System durch digitale Stromzähler (Smart Meter), die den Verbrauch der einzelnen Parteien exakt erfassen. Auf dieser Basis lässt sich der Strom transparent und fair abrechnen.

Ein Stromspeicher kann zusätzlich eingebunden werden, um Überschüsse zwischenzuspeichern und den Eigenverbrauch weiter zu steigern. Gerade in Gemeinschaften oder Gewerbebauten sorgt dies für noch mehr Unabhängigkeit.

Schliesslich spielen auch digitale Plattformen eine immer grössere Rolle. Sie machen die Energieflüsse sichtbar, vereinfachen die Verwaltung und ermöglichen es den Beteiligten, jederzeit zu sehen, wie viel Solarstrom gerade genutzt oder ins Netz eingespeist wird.

Chancen für die Zukunft

ZEV, vZEV und LEG sind weit mehr als nur technische Modelle. Sie sind ein echter Pionierschritt in der Schweizer Energiewende. Lokaler Solarstrom bleibt in der Region, steigert die Versorgungssicherheit und sorgt gleichzeitig für stabile Kosten.

Auch sozial haben diese Modelle einen Mehrwert:
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Bewohner von Mehrfamilienhäusern, ganze Quartiere oder Gemeinden können sich zusammenschliessen und aktiv zur Energiewende beitragen – unabhängig davon, ob sie selbst eine PV-Anlage betreiben oder nicht. So entsteht ein neues Gemeinschaftsgefühl: Nachhaltigkeit wird zum gemeinsamen Projekt.

Aufnahme auf dem Bahnhof Bern mit Solarpanels von energy unlimited AG.
Team von energy unlimited AG seit 2018

Warum energy unlimited?

Seit 2008 setzt energy unlimited in der Region Bern, Freiburg und Solothurn Photovoltaikprojekte um – von Einfamilienhäusern bis hin zu komplexen Gewerbe- und Gemeinschaftsprojekten.

Mit mehr als 1’000 realisierten Anlagen kennen wir die Herausforderungen rund um Eigenverbrauchsmodelle im Detail.

Wir begleiten unsere Kunden nicht nur bei der technischen Umsetzung, sondern auch bei der Abstimmung mit Energieversorgern, Gemeinden und Behörden. So stellen wir sicher, dass jedes Projekt zuverlässig funktioniert und langfristig wirtschaftlich betrieben werden kann.

Machen Sie den nächsten Schritt in Richtung Energiezukunft

Interessieren Sie sich für ZEV, vZEV oder LEG? Wir prüfen Ihr Projekt und begleiten Sie von der Planung bis zur Umsetzung. Mit über 1’000 installierten Anlagen wissen wir, worauf es bei ZEV und Energiegemeinschaften ankommt.

Jürg Schneeberger, Vorsitzender Geschäftsführer / Inhaber

Porträt Jürg Schneeberger, Geschäftsführer energy unlimited, mit schwarzer Brille und kurzem, dunklem Haar, gekleidet in ein grünes Polohemd vor weißem Hintergrund.

Häufige Stolpersteine

Damit das Modell funktioniert, gilt es typische Herausforderungen zu beachten:

  • Vorprojektstudie und Konzept fehlen

  • Abrechnung & Verwaltung unterschätzt

  • Unterschiedliche Interessen von Eigentümern und Mietenden

  • Technische Schnittstellen zwischen PV, Speicher & Netz

  • Wissensicon Solarratgeber: Hürden führzeitig erkennen

    Mit einem erfahrenen Partner lassen sich diese Hürden frühzeitig klären und vermeiden.

Planer und Monteure von energy unlimited AG besprechen Plan auf einem Industriedach mit Solaranlage.

Häufig gestellte Fragen

Wie wird die Abrechnung gemacht?

Der erzeugte Strom wird gemessen und anteilig auf die Teilnehmenden verteilt – je nach Vertrag, Verbrauch oder Anteil.

Brauche ich zusätzliche Hardware?

Ja – z. B. intelligente Zähler (Smart Meter) oder Privatzähler, EMS oder Backend-Systeme zur Steuerung und Abrechnung.

Kann ich ein bestehendes ZEV mit einem vZEV erweitern?

Ja, das ist möglich, wenn alle Teilnehmenden über die gleiche Verteilnetzkabine angeschlossen sind.

Ist das gesetzlich erlaubt?

Ja, die Modelle ZEV/vZEV/LEG sind gesetzlich verankert und werden aktiv gefördert, um die Energiewende zu unterstützen.

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